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HansGünterClaus

Pressestimmen zu den philosophischen Cafés:

Darmstadt:

„Wovon Sokrates träumte, ist in vielen Orten Frankreichs, Deutschlands und anderswo Wirklichkeit geworden: das Philosophische Café“, las man am Donnerstagabend in der Stadtbibliothek auf dem Begleitblatt des Philosophischen Forums Esslingen, und hinzufügen kann man: Nun auch in Darmstadt.

Zur Überraschung der Direktorin der Stadtbibliothek, Brigitte Nauhaus-Hofschen, bildeten sich an der Tür lange Schlangen, Stühle mussten herbeigeschafft werden, Leute unter Dreißig wurden gebeten, auf der Treppe Platz zu nehmen und erhielten als Belohnung ein Glas Wein.

Brigitte Nauhaus-Hofschens Mut zu diesem Experiment, das ihr Dr. Peter Vollbrecht vom Philosophischen Forum Esslingen im Frühjahr vorgeschlagen hatte, wurde belohnt. Von nun an soll das Philosophische Café monatlich stattfinden. ... Das erste Philosophische Café in der Stadtbibilothek: ein voller Erfolg, ein lebendiger Gedankenaustausch mit Niveau. Im November steht der Heidelberger Philosoph Hans-Georg Gadamer im Mittelpunkt.

Marieluise Bitter im Darmstädter Echo vom 20.10.2001

Schwäbisch Gmünd

Der promovierte Philosoph Peter Vollbrecht hatte die erfrischende Idee, Philosophie aus den abgehobenen Diskurs-Zirkeln der Universität herauszuholen – dorthin zu verbringen, wo sie (eine zeitlang) im alten Athen beheimatet war: auf den Marktplatz, sprich zu den Menschen. Das Philosophische Forum wurde geboren, daraus entstanden an vielen Orten philosophische Cafés. Der erste zwanglose Gesprächstreff dieser Art (von vorläufig dreien) fand auf Einladung der Volkshochschule am Dienstagabend in Café Spielplatz statt. .... Doch dann geschah genau das, was das Philosophische Café beabsichtigt: Menschen mit ganz unterschiedlichen Biographien (darunter erstaunlich viele junge Leute) erleben das ‚Wunder des Marktplatzes’: Sie treffen sich, fangen erst zögerlich an, miteinander zu sprechen und stellen fest, daß es dem anderen genau so geht wie einem selbst – man sehnt sich danach über das zu reden, was die menschliche Existenz umtreibt.

Und sei es nur, daß man die gleichen Fragen stellt wie die anderen. Und das nimmt Menschen die Einsamkeit – auf eine ganz andere Art, als wenn man das unter fremden erörtert. Man vergewissert sich im Aufgehobensein im Fremden. ... Und Moderator Vollbrecht beherrschte vortrefflich die Didaktik der Diskussion, nahm sich bewußt zurück, gab nur gelegentlich Anstöße, führte weiter.

„Glück erlebt man als Schaffensprozeß. Wenn der geglückt ist, dann erlebt man Glück.“ – „Wenn wir aufhören, nach dem Glück zu suchen, dann sind wir glücklich.“ – „Glück definiert sich aus dem Unglück. Das darf man nicht vergessen.“ – „Mit anderen in Verbundenheit leben ist Glück. Unglück wäre dann das Alleinsein.“ – „Das wahre Glück ist darin zu finden, daß man mit sich im Reinen ist.“ Das sind nur einige wenige der ungeheuer vielen Statements aus dem Publikum.

Wie gelöst die Leute im Spielplatz waren, zeigte sich daran, daß es immer wieder spontanen Beifall für Beiträge gab, vor allem im letzten Teil, als es darum ging, daß sich manche ein Herz faßten und von ihren kleinen Glücksmomenten im Leben erzählten. Beifall, weil einer oder eine vielen aus dem herzen gesprochen hatten. Vielleicht ist auch das eine Form von Glück. „Bei jeder Tätigkeit besteht die Chance, sich selbst vergessen zu können“, sagte schließlich jemand. Ja, das war es, man hatte sich vergessen können.

Bredl in der Rems-Zeitung vom Oktober 2001

Berlin:

Der Mathematiklehrer aus Straußberg hat sich am Morgen scheiden lassen. Da wäre es nahe liegend gewesen, den Abend mit ein paar guten Freunden zu verbringen. Er hatte aber seit einer Woche das Philosophische Nachtcafé im Kalender stehen. Am Ende dieses Tages habe er über etwas anderes nachdenken wollen, als über sich selbst, sagt der Lehrer und wählt mit Bedacht einen der Kaffeehausstühle in der ersten Reihe. An dem Holztisch davor wird der Philosoph Peter Vollbrecht gleich eine kurze Einführung über das Denken von Buddha und Sokrates geben.

Peter Vollbrecht, der fahrende Philosoph aus Esslingen setzte von Anfang an allein auf die Anziehungskraft des guten Gesprächs. Nachdem er bereits fünf philosophische Cafés in Deutschland und der Schweiz eingerichtet hat, kam er im Oktober zum ersten Mal nach Berlin. Sein Nachtcafé mit dem Titel ”Sokrates und Buddha - der westliche und der östliche Weg” fand im Kulturhaus Knorre in Friedrichshain statt.

Eine halbe Stunde lang spricht Vollbrecht über die Lehre Buddhas, über die Gier und die Leidenschaften als Quelle menschlichen Leidens. ”Vielleicht kommen wir jetzt in ein Gespräch”, sagt  er dann. Ein verlegenes Schweigen ist schnell überwunden. ”In unserer Welt spielt das Leid doch überhaupt keine Rolle mehr”, sagt ein älterer Mann. Ihm widerspricht ein jüngerer, sehr persönlich. Er sehe nicht das Leiden, das die Vereinzelung in der Singlegesellschaft mit sich bringe. Ein anderer fragt: ”Ist es überhaupt so erstrebenswert das Leid und das Glück zu überwinden? In dem warm erleuchteten Raum entspinnt sich ein konzentriertes Gespräch, dessen Teilnehmer nicht nur ihre Meinung bekannt geben, sondern einander zuhören und sich ausreden lassen. Immer wieder richten sie auch Fragen an den Philosophen. Ein Mann, der von draußen ans Fenster tritt, bleibt minutenlang stehen - so als ob zwanzig Menschen im Gespräch miteinander ein besonderer Anblick seien.

Susanne Lenz in der Berliner Zeitung vom 31. Oktober 2000

Winterthur:

Montagabend im Keller des Zentrums am Obertor (Winterthur, Schweiz): Ein gesetzter Herr schlägt ”Absolutes und Pluralität” als Diskussionsthema vor. ”Das fängt ja gut an”, entfährt es einer Frau halblaut. ”Braucht der moderne Mensch keine Privatsphäre mehr?”, ist der nächste Vorschlag. ”Was ist Wahrheit?”; ”Zufall oder Schicksal?”, ”Was kann die Philosophie leisten?”, folgt eine Idee auf die andere. Neun Themen schreibt Zentrumsleiterin Therese van Laere auf die Tafel. Dann wird abgestimmt. Im rund sechzigköpfigen Publikum sitzen etwa gleich viele Männer wie Frauen, ausser Kinder sind alle Generationen vertreten. Haarscharf macht ”Zufall oder Schicksal?” das Rennen.

Der Esslinger Philosoph Peter Vollbrecht, der diesen Abend in der Café-Philo-Reihe leitet, improvisiert eine kleine Einführung: Während früher das gottgegebene Schicksal bestimmend gewesen sei, habe durch die Naturwissenschaften der Zufall Auftrieb erhalten. Diesem würden heute kreative Kräfte zugeschrieben, während die Wissenschaft über Jahrhunderte vom Gedanken beseelt gewesen se, Gottes Plan aufzudecken. Das Publikum regt sich ... Manche Einwürfe lenken das Gespräch auf eine psychologische Ebene, andere führen in starre Dogmen. ... Philosoph Vollbrecht bringt Denkanstösse ein, lenkt da, ordnet dort ein, fragt nach, präzisiert. Er leitet auch im Zentrum Karl der Grosse in Zürich philosophische Abende. Dort sind die Themen jedoch gesetzt, während sie in Winterthur am Abend selbst demokratisch bestimmt werden. ... Gegen Ende bilanziert Vollbrecht: ”Das Schicksal ist heute Abend zu kurz gekommen.” Nochmals flackert die Diskussion auf, ob ein schweres Schicksal eine Chance sei. Der Gedanke findet zuerst Zuspruch, doch dann gibt jemand zu bedenken, es sei einfach, so zu reden, solange man selber auf der Sonnenseite stehe. Darauf beschließt Vollbrecht den Abend mit seinem Credo, kein Argument lasse sich um den Globus spannen. Die Kernfrage sei auch nicht, wie die Dinge wirklich seien, sondern wie die Menschen sie deuten würden. Und um darüber nachzudenken, seien Gesprächsräume wie das Café Philo da.

Lisa Ibscher im Tages-Anzeiger Zürich v. 30. November 2000

Esslingen:

Fünfzig diskussionswillige Zuhörer lauschen in den Räumen der Stadtbücherei Esslingen gebannt den Ausführungen von Peter Vollbrecht ...

Beate Bastian in SWR 1 „Der Abend“ v. 26.12. 1999

Zürich:

Im Gespräch mit dem Philosophen Vollbrecht merkt man, daß er es ernst meint mit seinen Vorsätzen. Er verzichtet, wenn immer möglich, auf Fremdwörter, und er spricht eine für alle verständliche Sprache. „Doch der Zwang zur Verständlichkeit allein reicht nicht. Ich muß die Philosophie in eine erzählerische Form bringen“, erklärt er.

Guido Kalberer im Tages-Anzeiger Zürich vom 16.4.1999

Freiburg i. Breisgau:

Die Philosophie verläßt die Hörsäle und begibt sich wieder in die Öffentlichkeit. ... Peter Vollbrecht hat in seinen „Philosophischen Cafés“ in Zürich, Baden-Baden, Nürnberg und Stuttgart auf Anhieb geschafft, was er wollte: „ein Gespräch erzeugen.“

Peter Winterling in der Badischen Zeitung v. 1.2.1999

Freiburg i. Breisgau:

Ein philosophischer Entertainer? Nein, so möchte er sich nicht verstanden wissen, eher als eine Art fahrender Sophist - obwohl: Die waren ja aufs Überreden aus; und Peter Vollbrecht ist es gerade recht, wenn seine Zuhörer mit mehr Fragen als Antworten das Caf´verlassen. ... Das sieht dann etwa so aus: Vollbrecht begrüßt die Größen der Geistesgeschichte zu einem höchst anregenden imaginären Symposium, wie diesmal zum Modethema „Buddhismus - eine Philosophie für das 21. Jahrhundert?“ Heisenberg, Einstein und Bohr läßt der Moderator kurzerhand wiederauferstehen und mit dem Dalai Lama. Fritjof Capra und Zen-Altmeister Suzuki debattieren - wobei die Grenze zwischen Anwandlung und Originalzitat zuweilen verschwimmt. Als sein eigener Kommentator greift Vollbrecht immer wieder lenkend und räsonierend in die selbstkreierte Debatte ein, ehe er die Expertenrunde zum Auditorium freigibt...

Stefan Tolksdorf in der Badischen Zeitung v. 19.1.2000

Stuttgart:

Vollbrecht ist ehrgeizig. Schon die Wahl des Lokals mit dem klangvollen Namen [Café Marquardt] neben der alten Stuttgarter Agora am Königsbau verpflichtet. Marquardt steht für beste Stuttgarter Salonkultur der Vormärzära. ... Das Konzept Vollbrechts ist einleuchtend, das Echo der Teilnehmer gibt ihm recht: akademisches Räsonieren ist out, Philosophieren geht über studieren. Vollbrecht erkennt im gruppendynamischen Nachdenken ein existentielles Bedürfnis des erfahrungsvergessenen Gegenwartsmenschen. Vollbrecht, der Vollblutphilosoph, betrachtet souverän-sensibel die Debatte zwischen scheuen Kritikern und dezidierten Jüngern des deutschen „Oberfreigeistes“ Nietzsche. ... Vollbrechts philosophisches Forum macht Lust auf mehr!

Thomas Krazeisen in der Eßlinger Zeitung v. 30. 11. 1998