Philosophisches Forum
Praxis für Kulturphilosophie
Peter Vollbrecht

Seminarreisen zu Immanuel Kant

Usedom
17.- 21. April 2011
14. - 18. November 2011

Usedom1

 

Wie wir denken und handeln, unsere Auffassung von Recht und Politik, das ist von Kant her buchstabiert. Auf der Ostseeinsel Usedom, an ihrem schönsten Flecken, können Sie in zwei unabhängig voneinander konzipierten Seminarreisen diesen Königsberger Denker zu zentralen Fragen von Politik und Ethik studieren. Unter versierter Anleitung führt Sie Peter Vollbrecht im ersten Termin durch Kants kleinere politische Schriften, in denen er seiner Vision vom Weltfrieden und einer republikanischen Weltordnung Gestalt gegeben hat – geistesgeschichtliche Wurzel der Vereinten Nationen. Der zweite Termin thematisiert die Kantische Ethik mit ihrem berühmten kategorischen Imperativ. Der Nachmittag gehört Ihnen – verbringen Sie ihn mit Spaziergängen am Strand, einen Steinwurf vom Hotel entfernt! Allein oder in kommunikativer Gesellschaft mit anderen Teilnehmern.

 

 

Weltbürgertum und kosmopolitische Vernunft

17. - 21. April 2011

1. Ankunft auf Usedom | Einführung

Am Ostseestrand der Insel beziehen Sie Ihr Zimmer mit Meerblick. Bei einem abendlichen Seminar lernen Sie Ihre Mitreisenden kennen und Dr. Peter Vollbrecht zeigt das Thema der nächsten Tage auf.

2. Aufklärung

Wir beginnen mit Kants Schrift »Was ist Aufklärung?«, die uns in das Zeitalter der Aufklärung hineinführt. Ihr Seminarleiter ergänzt mit einem Vortrag und präsentiert die damalige Friedensdiskussion. Kant hebt sich von ihr beträchtlich ab – nicht nur philosophisch, sondern auch durch sehr konkrete Abrüstungsvorschläge, die er an die europäischen Fürsten adressiert!

3. Kants Republikanismus und Weltfrieden

Kant war der Überzeugung, dass ein dauerhafter Weltfrieden nur möglich ist, wenn die Staaten auch nach innen hin befriedet sind. Deshalb galt ihm die republikanische Ordnung als eine innenpolitische Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben auf internationaler Bühne. Die Vernunft sei selbst republikanisch verfasst, meinte er – wir werden diese These auf ihre philosophische Bedeutung hin befragen.

4. Weltbürgertum

Kants Vision bestand in der Idee eines Völkerbundes, in dem zwar die einzelnen Staaten ihre Souveränität behalten, sich aber gleichwohl an ein allgemeines Völkerrecht binden. Als Vernunftwesen sind wir Weltbürger, die mit guten Gründen darauf hoff en dürfen, dass die Weltgeschichte trotz aller Rückschläge Kurs hält auf eine moralische Weltordnung. Kants gute Gründe dafür lernen wir abschließend kennen.

5. Heimreise

Individuelle Heimreise nach dem Frühstück.

 

Der kategorische Imperativ
 

14. - 18. November 2011

1. Ankunft auf Usedom – Einführung

Direkt am Ostseestrand der Insel beziehen Sie Ihr Zimmer mit Meerblick – im Ohr das Brausen der Wellen. Bei einem abendlichen Seminar lernen Sie Ihre Mitreisenden kennen und Ihr Reiseleiter zeigt das Thema der nŠchsten Tage auf.

2. Der gute Wille

Wir tasten uns behutsam an die Kantische Ethik heran und beginnen mit dem Konzept des guten Willens, den Kant zur Schwelle seiner Ethik macht. Wir diskutieren an Originaltexten das Gepräge, das Kant dem guten Willen gab, den Begriff der Pflicht und schließlich Kants berühmteste Formel: den Kategorischen Imperativ als Richtschnur sittlichen Handelns.

3. Der kategorische Imperativ

Der heutige Tag steht im Kräftefeld des Kategorischen Imperativs. Wir studieren seine verschiedenen Formeln, und dabei entdecken wir im Menschenbild der Aufklärung die stärkste Formulierung der Menschenwürde, die überhaupt denkbar ist. Mittlerweile sind Sie mit dem Kantischen Vokabular vertraut, unsere Gespräche gewinnen an Klarheit und Stringenz.

4. Freiheit

Heute geht es auf den Gipfel: die Freiheit. Im dritten Abschnitt der Grundlegung zur Metaphysik der Sitten versucht Kant, den Kategorischen Imperativ aus der Freiheitsidee herzuleiten. Die Freiheitsidee selber ist fundiert in Kants Überzeugung, dass wir Menschen zwei Welten angehören, der Welt der Natur und der Welt der Vernunft. Mit unseren Interessen sind wir auf egoistische Ziele ausgerichtet, mit der Vernunft aber auf die sittliche Freiheit. Sie sammeln Argumente, um in der Debatte um die Willensfreiheit mitreden zu können: Aus welchen Gründen sind wir Menschen berechtigt, uns Willensfreiheit zuzuschreiben?

5. Heimreise

Individuelle Heimreise nach dem Frühstück.

 

Unterkunft:

Strandhotel Seerose, Kölpinsee (4 Nächte) ****

Reisepreise: jeder Termin € 770 im Doppelzimmer, € 860 im Einzelzimmer

Leistungen

  • · Vier Übernachtungen inklusive Halbpension und Sauna- und Hallenbadbenutzung
  • · Seminar und Seminarskript
  • · Besuch des historisch-technischen Museums in Peenemünde
  • · Jeder Teilnehmer erhält einen DuMont-Reiseführer

Nicht im Reisepreis enthalten:

  • · An- und Abreise, gern helfen wir Ihnen bei der Organisation
  • · Reiserücktrittskostenversicherung

Anmeldungen: direkt über ZEIT-Reisen Tel.: 0049-(0)40-3280496 oder über die Web-Seite www.zeit.de/zeitreisen Achtung! Sie verlassen damit die Seiten des Philosophischen Forum

[Home] [Editorial] [Forum] [Aktuelles] [Cafés] [Reisen] [Reisehistorie] [Philosophie&Kunst] [20. Jhdt. (1)] [20. Jhdt. (2)] [Buddhismus] [Zauberberg] [Toskana] [Pläne 2012] [mit DIE ZEIT] [mit Studiosus] [Salons] [Texte] [Kontakt]